The Winner is Wübbenhorst

„Ich bin Profi. Ich stelle nach Schwanzlänge auf.“ So lautet der Fußballspruch des Jahres 2019, präsentiert von Volkswagen und gekürt von der Deutschen Akademie für Fußballkultur. Gesagt hat ihn Imke Wübbenhorst. Es war der perfekte Konter auf eine ungelenke Frage unterhalb der Stammtischkante. Oberligist BV Cloppenburg hatte die 30-Jährige im Dezember 2018 zur Cheftrainerin ernannt – für die Herrenmannschaft. Ein Novum in einer der oberen fünf Ligen – und Anlass für eine Person aus dem Umfeld des Klubs, Imke Wübbenhorst zu fragen, ob sie denn eine Sirene auf dem Kopf tragen werde, damit ihre Spieler schnell noch eine Hose anziehen könnten, bevor sie in die Kabine komme.

So viel Schlagfertigkeit imponierte auch der prominent besetzten Jury, in der unter anderem Katrin Müller-Hohenstein (Radio- und TV-Moderatorin), Claudia Roth (Politikerin), Arnd Zeigler (Autor, Journalist, Moderator), Frank Goosen (Kabarettist, Autor) und Gerd Voss (Volkswagen, Leiter Sportkommunikation) saßen. Neben der Preisfigur MAX erhielt Imke Wübbenhorst 5.000 Euro, die für einen gemeinnützigen Zweck gespendet werden.


Nicht minder originell waren die weiteren nominierten Sprüche in diesem Jahr. Zehn Zitate und die Geschichten dahinter:


Bibiana Steinhaus

„Die Zustimmungsrate für das, was ich tue, ist berechenbar: Elf sind dafür, elf sind dagegen.“

Schiedsrichter haben es ohnehin nicht leicht auf dem Platz. Jeder weiß, wo ihr Auto steht, und falsch machen sie ohnehin alles – nicht erst, seit es den Videobeweis gibt. Für Bibiana Steinhaus, Deutschlands erste und einzige Profischiedsrichterin, spielt das Votum von den Rängen keine Rolle, wie sie dem Frauenmagazin „Barbara“ verriet. Sie hat genug damit zu tun, die 22 Akteure auf dem Platz zu bändigen.


Christian Spiller (ZEIT Online)

„Luka Modrić wurde also wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Das war der letzte nötige Schritt, um endlich auch Weltfußballer zu werden.“

Vielleicht war es ja nur Zufall, dass Luka Modrić vor seiner Wahl zum FIFA-Weltfußballer des Jahres 2018 wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde. Vielleicht ist das aber ein entscheidendes Kriterium, um die FIFA-Trophäe zu gewinnen, wie Christian Spiller unkte. Zumindest sind Modrić und die Seriensieger Cristiano Ronaldo und Lionel Messi allesamt nicht nur auf dem Platz kreativ, sondern auch bei der Steuererklärung. Ob der aktuelle europäische Fußballer des Jahres Virgil van Dijk wohl einen guten Steuerberater hat …?


Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

„Der Meteorit, der während der Mondfinsternis auf dem Mond eingeschlagen ist, hat wohl die Größe eines Fußballs gehabt. Wir können allerdings noch nicht abschließend bestätigen, dass es sich um den Elfmeter von Uli Hoeneß aus Belgrad gehandelt hat.“

Zum Glück hat Uli Hoeneß „in seinem Leben noch nie ins Internet geschaut“. Sonst hätte er womöglich den großartigen Tweet des DLR gelesen – und wäre explodiert. Seit mehr als 40 Jahren verfolgt ihn die berühmte Nacht von Belgrad: 20. Juni 1976, EM-Finale gegen die Tschechoslowakei, das erste Endspiel eines großen Turniers, das im Elfmeterschießen entschieden wird. Hoeneß tritt als vierter Schütze für Deutschland an – und drischt die Kugel in den Belgrader Himmel. Besser macht es Antonín Panenka: Frech lupft er den entscheidenden Ball in die Mitte des Tores, vorbei am verdutzten Sepp Maier. Der zweite legendäre Schuss an diesem denkwürdigen Abend.


Horst Hrubesch

„Alle fragen immer, was der Unterschied zwischen den Mädels und den Jungs ist: Es gibt keinen.“

Horst Hrubesch, Kopfballungeheuer und Erfolgsgarant: Als Spieler wurde er Deutscher Meister, Europapokalsieger, Welt- und Europameister, als Trainer holte er den EM-Titel mit der U19 und mit der U21 der Herren. 2018 übernahm Hrubesch, eigentlich schon in Rente, interimsweise für acht Monate die Frauennationalmannschaft – und ließ eine verunsicherte Truppe mit acht Siegen in acht Spielen wiedererstarken. Auch abseits des Platzes wusste der gebürtige Westfale zu glänzen: Hrubesch züchtete Pferde und verfasste als Co-Autor ein Fachbuch über Dorschangeln. Was kann der Mann eigentlich nicht?


Jan Löhmannsröben

„Wenn das ein Schiri ist – weiß ich nicht, Digger – soll der Cornflakes zählen gehen.“

Es läuft die 91. Minute im Drittligaspiel FSV Zwickau gegen den 1. FC Kaiserslautern: Die Gäste führen mit 1:0. Der damalige FCK-Spieler Löhmannsröben will im eigenen Strafraum einen abgewehrten Ball vor einem Zwickauer Angreifer abschirmen. Der Ellbogen des Zwickauers landet in seinem Gesicht und der Ball daraufhin an seiner Hand. Doch statt Foul und Freistoß gibt es Handelfmeter für Zwickau – Ausgleich, Abpfiff. Löhmannsröbens anschließende Wutrede wurde zum Internet-Hit. Und zum Fall für den DFB-Kontrollausschuss. Aus Protest gegen die Ermittlungen folgten Fans aus ganz Deutschland einem Facebook-Aufruf und schickten rund 700 Pakete Cornflakes an die DFB-Zentrale.


Jürgen Klopp

„Ich hatte noch nie schon mit Anpfiff so viel Übergewicht im Mittelfeld.“

Dass Jürgen Klopp nicht nur ein erfolgreicher Trainer ist, sondern auch ein begnadeter Entertainer, hat er in den vergangenen Jahren hinreichend bewiesen. So auch beim Abschiedsspiel von BVB-Torwartlegende Roman Weidenfeller im September 2018. Kloppo betreute die BVB-Allstars und witzelte vor der Partie über so manches Kilo zu viel auf den Rippen seiner Jungs. Und während das Spiel noch lief, sagte er: „Die Jungs geben alles, leider ist das nicht mehr sehr viel.“ O.k., Umschaltfußball der Klopp’schen Art war an diesem Abend ohnehin nicht zu erwarten …


Leon Goretzka

„Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. Da antwortet man auf die Frage nach der Nationalität mit Schalke, Dortmund oder Bochum.“

Leon, der Profi! Authentische Reaktion des Nationalspielers und gebürtigen Bochumers nach den rassistischen Äußerungen einiger Fans gegen Leroy Sané – geboren in Essen – und İlkay Gündoğan – geboren in Gelsenkirchen – beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Serbien in Wolfsburg. Ein Journalist hatte die Schmähungen auf der Tribüne aus nächster Nähe miterlebt und noch am gleichen Abend in einem emotionalen Videobeitrag thematisiert.


Martina Voss-Tecklenburg

„Die Fußballlehrerinnen sind für die Jobs im Männerbereich bereit. Die Männerwelt aber noch nicht.“

Wie viele Trainerinnen gibt es zurzeit im deutschen Männerfußball? Richtige Antwort: Nicht eine in den ersten fünf Ligen! Genau das kritisiert die amtierende Bundestrainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Imke Wübbenhorst, die wir wegen ihrer Schlagfertigkeit in dieser Auflistung bereits gewürdigt haben, war eine Pionierin. Und doch nur wenige Monate im Amt. Auch der Blick in die Frauen-Bundesliga fällt ernüchternd aus: zwölf Erstliga-Klubs, zwölf männliche Cheftrainer. Wird Zeit, dass sich was ändert!


Renato Steffen

„Das kann schon einen Schub geben. Aber ich kann ja jetzt nicht jede Woche ein Kind bekommen. Ich muss probieren, das irgendwie anders zu kompensieren.“

Zugegeben, es ist nicht immer leicht, Fußballern nach Spielen sinnvolle Fragen zu stellen. Vor allem dann, wenn ein Spieler sein erstes Tor für einen neuen Verein erzielt hat. So wie Renato Steffen am 1. September 2018 für den VfL Wolfsburg beim 3:1-Sieg in Leverkusen. Wenn gar nichts mehr geht: „Wie fühlt man sich?“ In diesem Fall hatte der Reporter sich zumindest vorbereitet und wollte wissen, ob die Geburt seines Sohnes Steffens Leistung beeinflusst habe. Kann man machen. In der Saison erzielte der Schweizer übrigens noch vier weitere Treffer. Weitere Schwangerschaften sind jedoch nicht überliefert.


Thomas Delaney

„Es gibt ganz viele junge Spieler. Manchmal ist es wie Gassi gehen mit zehn Hunden.“

Thomas Delaney ist mit 28 Jahren nicht nur einer der ältesten Feldspieler im Kader von Borussia Dortmund, sondern auch ein sehr lustiger Zeitgenosse, wie er in einer Talkrunde im Dezember 2018 unter Beweis stellte. Gleich mehrfach brachte der sympathische Däne das Publikum mit seiner charmanten Art zum Lachen. Und er wäre nicht der erste Borusse, der beim Fußballspruch des Jahres gewinnen würde: 2009 gewann Neven Subotić mit „Er muss ja nicht unbedingt dahinlaufen, wo ich hingrätsche“, 2011 Roman Weidenfeller mit dem legendären Spruch: „I think we have a grandios Saison gespielt!“

Die dargestellten Fahrzeuge können in einzelnen Details vom aktuellen deutschen Lieferprogramm abweichen. Abgebildet sind teilweise Sonderausstattungen gegen Mehrpreis.

Die angegebenen Werte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen eines Fahrzeugs hängen nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs durch das Fahrzeug ab, sondern werden auch vom Fahrverhalten und anderen nichttechnischen Faktoren (z. B. Umgebungsbedingungen) beeinflusst. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifen usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik, verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen die Verbrauchs- und Fahrleistungswerte beeinflussen. Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist. Effizienzklassen bewerten Fahrzeuge anhand der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung des Fahrzeugleergewichts. Fahrzeuge, die dem Durchschnitt entsprechen, werden mit D eingestuft. Fahrzeuge, die besser sind als der heutige Durchschnitt werden mit A+, A, B oder C eingestuft. Fahrzeuge, die schlechter als der Durchschnitt sind, werden mit E, F oder G beschrieben.


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